Brauchen Angestellte einen Steuerberater? Ein Überblick

Brauchen Angestellte einen Steuerberater? Ein Überblick

In Deutschland ist die jährliche Steuererklärung für viele ein Thema, das Kopfzerbrechen bereitet. Besonders als Angestellter stellt man sich oft die Frage, ob die Beauftragung eines Steuerberaters notwendig ist oder ob man diese Aufgabe selbst übernehmen kann. In diesem Blogbeitrag schauen wir uns an, wann es für Angestellte sinnvoll sein kann, einen Steuerberater einzuschalten und in welchen Fällen man sich die Kosten sparen könnte.

Wann kann man auf einen Steuerberater verzichten?

Für viele Angestellte ist die Steuererklärung relativ unkompliziert. Das liegt daran, dass der Hauptteil ihres Einkommens aus nichtselbstständiger Arbeit stammt und bereits durch den Arbeitgeber versteuert wird. Wer keine weiteren Einkünfte hat und dessen Lebenssituation keine komplexen steuerlichen Fragen aufwirft, kann die Steuererklärung oft ohne fremde Hilfe bewältigen. Hierfür steht zum Beispiel die ELSTER-Plattform des Finanzamtes zur Verfügung, die eine benutzerfreundliche elektronische Abgabe ermöglicht.

Wann ist ein Steuerberater empfehlenswert?

Es gibt jedoch Situationen, in denen die Unterstützung durch einen Steuerberater nicht nur hilfreich, sondern auch finanziell vorteilhaft sein kann:

  • Zusätzliche Einkünfte: Haben Sie Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung oder Kapitalerträgen? Ein Steuerberater kann helfen, diese korrekt zu deklarieren und mögliche Steuervorteile auszuschöpfen.
  • Hoher zeitlicher Aufwand: Ihnen ist die Zeit mit Ihrer Familie wichtiger als sich stundenlang mit der Steuererklärung zu beschäftigen.
  • Hohe abzugsfähige Posten: Wer hohe Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen oder andere spezielle Ausgaben geltend machen möchte, profitiert oft von der Expertise eines Steuerberaters.
    Insbesondere bei der Durchsetzung der unbeschränkten Abzugsfähigkeit eines Arbeitszimmers/Homeoffice, die Durchsetzung einer doppelten Haushaltsführung, vorweggenommenen Werbungskosten eines Studenten beim Masterstudium oder hohe Werbungskosten für die Meister- oder Technikerschule
  • Persönliche Veränderungen: Heirat, Geburt eines Kindes oder eine Erbschaft können die Steuersituation erheblich beeinflussen. Ein Steuerberater berät zu den Auswirkungen auf die Steuererklärung.
  • Maximierung der Steuervorteile: Ein Steuerberater kennt die aktuellen Gesetze und kann sicherstellen, dass alle möglichen Abzüge geltend gemacht werden, um die Steuerlast zu minimieren.

Fazit

Die Entscheidung für oder gegen einen Steuerberater ist letztlich eine individuelle Entscheidung, die von den persönlichen Umständen abhängt. Wer sich unsicher ist, ob die eigene Steuererklärung korrekt ausgefüllt wird, oder wer einfach Zeit sparen möchte, ist mit einem Steuerberater gut beraten. Für Angestellte mit einer einfachen Steuersituation kann die eigenständige Erstellung der Steuererklärung jedoch eine praktikable und kostengünstige Option sein. Es gilt: Eine informierte Entscheidung ist die beste Entscheidung.

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